Tour-Shootingstar Voeckler bringt Hauch von
Gelb nach Wien
Australischer Tour-Etappensieger OGrady ebenfalls
am Start
Der australische Top-Sprinter Robbie McEwen
hat seine Zusage für das am kommenden Freitag stattfindende
Wiesbauer Rathauskriterium zurückgezogen.
Aus unbekannten Gründen startet der Gewinner des
Grünen Trikots der Tour de France nicht
bei dem beliebten Wiener Kriterium.
Die Farbe Gelb anstelle von Grün
beherrscht nach der Absage McEwens die 660 Meter lange
Rennstrecke um das Wiener Rathaus. Fest zugesagt hat
nach den intensiven Verhandlungen mit den Organisatoren
kurzfristig Thomas Voeckler, der Shootingstar der diesjährigen
Tour de France. Der junge Franzose, der
auf insgesamt zehn Etappen das Gelbe Trikot des Gesamtführenden
getragen und mit seinem unerbittlichen Kampf gegen die
Übermacht von Lance Armstrong sein Heimatland verzaubert
hat, wird die internationalen Radprofis anführen.
Zudem wird der Boulangère-Profi nach seinem überraschenden
Coup bei der "Großen Schleife" im August
auch erstmals bei Olympischen Spielen in Athen antreten.
An der Seite von Youngster Voeckler startet der Australier
Stuart OGrady, aktueller Tour-Etappensieger und
Kapitän der französischen Cofidis-Equipe,
in der österreichischen Bundeshauptstadt.
Wir haben mit den beiden Tour-Stars Voeckler
und OGrady kurzfristig einen guten Ersatz gefunden.
Wahrscheinlich wollte McEwen nach der Geschichte mit
Rene Haselbacher nicht nach Wien kommen, so die
Organisatoren, die sich über das Verhalten des
Sprinterstars ärgern. Das hätte er jedoch
früher wissen müssen. Es ist einfach nicht
professionell von dem Top-Star eines Rennens, so kurz
vor der Veranstaltung abzusagen. Aber anscheinend hält
McEwen nichts von Abmachungen.
Tour-Rückblende: Gerolsteiner-Profi Rene Haselbacher
verursachte ohne eigenes Verschulden aufgrund eines
Lenkerbruchs beim Finale der 6. Etappe der Tour
de France einen Massensturz, bei dem auch McEwen
zu Fall gekommen war. Unmittelbar danach hatte der Australier
den wehrlos und verletzt auf dem Asphalt liegenden Burgenländer
heftigst beschimpft und mit der Faust bedroht.
Unklar ist derweil ob der McEwen aufgrund des eskalierten
Streits mit Haselbacher nicht in die Donaumetropole
reist. Dabei hätte es in Wien zum Frieden
zwischen den beiden Sprintern kommen können,
so Organisatorin Uschi Riha. Er hat sich immer
noch nicht bei Haselbacher entschuldigt. Aber so wie
er sich verhält, ist es auch besser, dass er auf
einen Start hier bei uns verzichtet.
Das 52,8 Kilometer lange Kriterium verläuft über
80 Runden auf einem flachen, 660 Meter langen, Kurs
um das Rathaus der Bundeshauptstadt. Vorjahressieger
Rene Haselbacher, der immer noch an den Sturzfolgen
laboriert, wird den Part des Sportlichen Leiters beim
Rathauskriterium ausfüllen. Die Fahrervorstellung
findet entlang des zuschauerfreundlichen Parcours traditionell
in einem Fiaker-Korso, statt. Das österreichische
Fernsehen ORF / TW1 überträgt ab 18 Uhr eineinhalb
Stunden live.
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