Das "Internationale Wiener Rathauskriterium",
das heuer am 30. Juli statt findet, etabliert sich immer
mehr unter den Wiener Sportveranstaltungen - sehr zur
Freude der Organisatoren, die auch für heuer den
zahlreichen Zuschauern ein Familien-Event der Extraklasse
bieten werden.
Noch heute wirkt René Haselbacher euphorisch,
wenn man ihn auf den 1. August 2003 anspricht. An jenem
Tag kämpften die Weltklassestars der Radprofis
beim "Internationalen Wiesbauer Rathauskriterium"
um den Sieg in der Bundeshauptstadt. Der Druck war immens,
kurz vor Ende des spannenden Rennens stand der Burgenländer,
der bei der zurückliegenden Tour de France einen
spektakulären Sturz im Massenendspurt überstand,
vor dem ersten Saisonsieg in der Heimat.
Die Spannung unter den 20.000 Zuschauern stieg ins
Unermessliche. Rund sechs Runden vor Schluss setzte
sich mit Weltklassesprinter Alessandro Petacchi, Etappensieger
bei allen großen Rundfahrten Tour, Giro und Vuelta
aus der Fassa Bortolo-Equipe, Saeco-Profi und Giro d'Italia-Gewinner
Gilberto Simoni und Landsmann Fabio Baldato (Alessio)
sowie Wiesbauer-Tour-Sieger Gerrit Glomser (Saeco) und
den beiden Gerolsteiner-Profis Georg Totschnig und René
Haselbacher eine italienisch-österreichische Spitzengruppe
ab. Alles klangvolle Namen der internationalen Radsportszene,
die den begehrten Sieg vor dem Wiener Rathaus unter
sich ausmachen sollten.
Mit einigen wenigen Sekunden Vorsprung, die das Sextett
vor dem heraneilenden Peloton zur magischen 1.000-Meter-Marke
retten konnte, ging es vor den begeisterten Zuschauern
am Wiener Rathausplatz in den Zielspurt. Dabei setzte
sich Haselbacher vor dem Sprinter-Shootingstar des vergangenen
Jahres, Alessandro Petacchi, und Österreich-Rundfahrt-Sieger
Gerrit Glomser in einem packenden Foto-Finish durch.
"Damals wie heute
", so erinnert sich
der sympathische Burgenländer, dessen spektakuläre
Bilder vom Sturz bei der Tour de France um die Welt
gingen. "
läuft es mir eiskalt den Rücken
runter. Vor Petacchi zu gewinnen, da bin ich im siebenten
Himmel. Den muss man erst einmal schlagen. Und in meiner
Heimat zu siegen, das vor einem solch grandiosen Publikum,
ist ein Traum!"
Ein Traum, der auch für die Organisatoren in Erfüllung
ging. Die Siegerehrung des spannenden Rennens bildete
den gelungenen Abschluss einer perfekt durchgeführten
Veranstaltung. "Unser Konzept ist aufgegangen",
freut sich allen voran Ursula Riha, die seit vielen
Jahren das Wiener Kriterium organisiert. "Wir bieten
der ganzen Familie ein Event der Extraklasse. Auch in
diesem Jahr werden wir wieder auf eine interessante
Mischung aus Profiradsport und attraktivem Rahmenprogramm
bauen. Das Rathauskriterium soll die Besucher in einem
höchsten Maß unterhalten. Daran arbeiten
wir und versprechen für das heurige Rennen wieder
eine geballte Ladung Unterhaltung für Groß
und Klein."
Das Potenzial ist zweifelsohne vorhanden. In dem Kalender
der nationalen Sportereignisse hat sich das Kriterium
vor dem Wiener Rathaus etabliert und ist aus der Liste
der Hauptstadt-Events nicht mehr wegzudenken. Mit jährlich
steigenden Zuschauerzahlen, attraktivem Profisport zum
Anfassen und einem Rahmenprogramm für die ganze
Familie bietet es mehr als nur Radsport. Kurzum - das
Wiener Rathauskriterium ist zu dem Speichenspektakel
für das Wiener Publikum geworden! Ob Zuschauer,
Teilnehmer oder Profi. Für 80 Runden drehen sich
die Speichen, vibrieren die Carbonrahmen, klicken die
Schaltungen im hektischen Takt beim "schnellsten
Kriterium Österreichs".
Die Straßen rund ums Wiener Ra(d)haus verwandeln
sich in ein riesiges Velodrom. Die Strecke besticht
durch geniale Einfachheit. Gewagte Schräglagen
auf dem engen Kurs, unwiderstehliche Antritte und rassige
Sprintduelle begeistern die Fans. Radsport pur, hochbeschleunigt,
intensiv, mit einem Thrill, den man bei einer Rundfahrt-Etappe
als Betrachter nie spüren wird. 80 Mal rasen die
Stars der Tour de France und des Giro d'Italia mit Höchstgeschwindigkeit
an den Zuschauern vorbei.
Lange ist die Liste der Stars, die ihre Visitenkarte
in der Donaumetropole hinterlassen haben. In den vergangenen
Jahren mischten die internationalen Radprofis kräftig
mit und lieferten sich heiße Duelle mit den österreichischen
Lokalmatadoren. Ob die Giro-Sieger Paolo Salvodelli
und Gilberto Simoni oder die italienischen Sprinterkanonen
Alessandro Petacchi und Mario Cipollini, um nur einige
zu nennen. Alle kommen gerne nach Wien! Sowie nahezu
die gesamte österreichische Garde, wie Georg Totschnig,
Peter Paco Wrolich, René Haselbacher, Bernhard
Eisel und der Wiener Werner Riebenbauer. Und fürs
heurige Rathauskriterium sind die Verhandlungen mit
den absoluten Top-Stars schon kurz vor dem Abschluss!
Rund 20.000 Radsportfans kamen im Vorjahr. Teils um
zu sehen, gesehen zu werden, ihre Positionskämpfe
im Zuschauergedränge auszutragen, oder sich einfach
nur in gediegene Fachdiskussionen zu stürzen!
Neben den Spitzensportlern haben am 30. Juli aber auch
heuer wieder "Oldies, Freaks und Youngsters"
die Möglichkeit am Radfest teilzunehmen und im
Zuge eines "Jedermann-Bewerbes" Rennatmosphäre
zu schnuppern. Ebenfalls im heurigen Programm: ein Bewerb
für körperbehinderte Radsportbegeisterte,
der erstmalig im letzten Jahr durchgeführt wurde.
Programm RATHAUSKRITERIUM WIEN - 30. JULI 2004
15.45 Uhr Jedermann-Bewerb
16.00 Uhr Siegerehrung
16.30 Uhr Rennen der Behinderten
17.00 Uhr Hochrad-Bewerb
17.15 Uhr Bewerb der "Alt-Stars"
17.30 Uhr Präsentation der Professionals
17.45 Uhr Warm up
18.00 Uhr Wiesbauer-Rathauskriterium der Professionals
über 80 Runden
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